::: Servieren des Weines - Eine Frage des Glases

Durch das Anwenden einiger allgemeiner Prinzipien kann man das Erlebnis "Weingenuss" noch erheblich steigern. Besonderes Augenmerk sollte man auf die Wahl der Gläser, die Reihenfolge der Weine und die Trinktemperatur legen.


Um den Wein besser sehen und schätzen zu können, sollte man sehr klare, ungefärbte Gläser verwenden. Gefäße aus Terrakotta oder Metall sollte man meiden. Der Wein bleibt in solchen Behältnissen "unsichtbar" und kann, fast noch schlimmer, geschmackliche Veränderungen davontragen.

Das ideale Glas ist fein und dünnwandig und verfügt über einen Stiel, damit der Wein nicht von der Hand aufgewärmt wird. Man muss nicht eine Vielzahl verschiedener Gläser besitzen, zwei Typen genügen: Champagnergläser und universelle Gläser, deren runde Seiten an Tulpen erinnern, in denen man den Wein gut schwenken kann und die durch die verengte Öffnung die Aromen konzentrieren.

Die Trinkfolge

Wenn im Verlauf eines Essens verschiedene Weine angeboten werden, dann in der Folge zunehmender geschmacklicher Intensität. So soll man nach den elementaren Regeln den Wein wie folgt servieren:

- ein trockener Weißwein oder ein Rosé vor einem Rotwein

- ein kühler Wein vor einem Wein mit Zimmertemperatur

- ein leichter Wein vor einem körperreichen

- ein trockener Wein vor einem süßen

- ein junger Wein vor einem alten

Beachten Sie, dass man beim eben servierten Wein nicht Anlass haben soll, mit Bedauern an den vorherigen zurückzudenken – heben Sie sich den besten Wein für den Schluss auf.

- 16 bis 18 °C für körperreiche, alkoholische, feine und aromatische    Rotweine

- 14 bis 16 °C für leichte fruchtige und tanninlose Rotweine

- 8 bis 12 °C für feinere und aromatische Weißweine

- 8 bis 10° für Roséweine

- 6 bis 10° für Champagner und Schaumweine

- 6 bis 8° für Weißwein und süße Weiße mit hohem Zucker- und    Alkoholgehalt


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::: Weinlexikon


Lage:
geographischer Anbauort, Standort des Weinbergs.

Lebendig:
nennt man einen leichten, frischen Wein, bei dem die Säure leicht, aber angenehm, dominiert.

Lese:
Kurzform für die Traubenlese, auch Weinlese, bezeichnet im Weinbau die Ernte der Weintrauben.

Lieblich:
Landläufige Bezeichnung für einen Wein, der weniger säurebetont, sondern eher leicht süßlich schmeckt.

Most:
Saft, der in den Trauben enthalten ist. Auch Bezeichnung für den Pressaft vor Beginn der Gärung.

Mostgewicht:
ein Maß für den Anteil gelöster Stoffe im Traubenmost (Traubensaft). Wird mit der Mostwaage gemessen und in Grad Öchsle angegeben.
Weinstraße Niederösterreich