::: Die wichtigsten heimischen Rebsorten - Wenn Tradition verpflichtet

Die klassischen Rebsorten, wie wir sie seit Jahrhunderten in den Weinbergen kultivieren, tragen allesamt die Geheimnisse ihrer Entstehungsgeschichte in der Erbsubstanz mit sich. Jede Rebe bevorzugt einen anderen Boden und dieser ist mitverantwortlich für die typischen Geschmacksnuancen der einzelnen Sorten - sei es das Pfeffrige im Grünen Veltliner, der Pfirsichton im Riesling oder das Grasige eines typischen Sauvignon Blanc.


::: Weissweine

-  Grüner Veltliner

Der klassische österreichische Weißwein. Typische Anbaugebiete sind fast die gesamte Region Niederösterreichs und Wien. Besonders hervorzuheben sind die Weinbaugebiete Wachau und das Kamptal – Donauland.

Als Qualitäts- oder Kabinettwein ergibt er eher jung zu trinkende Weine. Der Geschmack ist feinwürzig bis pfeffrig, gehaltvoll frisch und spritzig bei einem fruchtigen Bukett. Der Grüne Veltliner begleitet Speisen – von der ländlichen bis zur raffinierten Küche hervorragend.

-  Weissburgunder

Weißburgunder oder Pinot blanc ist in allen Weinbaugebieten zu finden. Er ist eine internationale Spitzensorte und sehr gut haltbar. Bei einem zarten, hochfeinem Bukett, schmeckt er rassig und zartfruchtig nach Mandelkernen.

-  Chardonnay

Chardonnay wird zunehmend in allen Weinbaugebieten kultiviert. In der Südsteiermark ist er unter dem Namen “Morillon“ schon seit Jahrzehnten heimisch. Ihre besten Weine zeigen reiche Vielfalt und werden oft in neuen Eichenfässern (Barriques) ausgebaut, wobei die fruchtig – rassige Säure erhalten bleibt.

-  Welschriesling

Trotz der Ähnlichkeit des Namens ist der Welschriesling nicht mit dem Riesling verwandt. Die Weine sind dezent, zeigen am Gaumen eine elegante Frucht und werden jung getrunken. Im Burgenland werden daraus neben trockenen Weinen auch Beeren- und Trockenbeerenauslesen von Weltformat gekeltert.

-  Neuburger

Eine spezifisch österreichische Sorte, die vor allem in der Thermenregion und in der Wachau anzutreffen ist. Zartblumiges Bukett, vollmundig, kräftig und feinfruchtig im Geschmack. Harmoniert hervorragend zur deftigen österreichischen Küche.

-  Traminer

Seit Jahrhunderten heimisch, jedoch selten geworden. Die Weine sind bukettreich und zeichnen sich durch ihren eigenständigen Charakter aus. Besonders lange lagerfähig

-  Riesling

Der Riesling ist vor allem im Donautal (Wachau) und am Kamp (Langenlois) zu finden. Die Weine schmecken fruchtig bis würzig und zeichnen sich durch ihr hochfeines Sortenbukett bei hohem Extragehalt aus und können zu grandiosen Altweinen reifen.


::: Rotweine

-  Blaufränkisch

Eine alte Rebsorte mit hohem Qualitätspotential. Bei hellroter bis rubinroter Farbe und eigenständigem Charakter erreicht der Blaufränkische, als gut gealterter Wein, seine höchste Qualität.

-  St. Laurent

Gehört zur Burgunder – Familie. Ist hauptsächlich in Niederösterreich und im Burgenland verbreitet. Die Sorte ergibt dunkelrote Weine, mit schönem Körper, fein bis elegantem Bukett und herben, kräftig – rassigem Geschmack.

-  Zweigelt

Österreichs meist verbreitete Rotweinsorte ist aus einer von Prof. Dr. Zweigelt durchgeführten Kreuzung der Sorten St. Laurent und blaufränkisch entstanden. Die Weine sind mittel- bis tiefrot, allgemein säuerlich, fruchtig und Sortentypisch (leichter Kirschton) im Bukett.

-  Portugieser

Einer der typisch niederösterreichischen Rotweine. Ergibt einen mild, harmonisch schmeckenden Wein mit feinem Sortenbukett, der vorzugsweise jung getrunken wird.

-  Blauer Burgunder

Vor allem in Niederösterreich und im Burgenland anzutreffen. Benötigt sehr gute Rieden, da die vollreife der Trauben für die Qualität der Weine besonders wichtig ist. Die Sorte ergibt körperreiche weine mit noblen Bukett, in der Fabe rubinrot und vollmundig – mild mit klassischem Rotweincharakter im Geschmack.


Startseite | Weingut | Weinkarte | Prämierungen | Lagerung | Serviertipps | Geschichte | Rebsorten | Kontakt | Impressum | Kunst

::: Weinlexikon


Schaumwein:
Oberbegriff für alle perlenden Weine wie Champagner, Sekt, Crémant, Cava, Spumante oder auch Sparkling Wine

Schwefelung:
Durch Zufügung von Schwefel beim Most oder beim Wein werden diese vor Krankheiten geschützt.

Schwer:
wird ein sehr voluminöser Wein mit meist starkem Alkoholgehalt genannt.

Smaragd:
Ist die höchste Qualitätsbezeichnung für Weine aus der Wachau. Der Name kommt von einer kleinen Smaragdeidechse, die in den Weinbergen der Wachau lebt.

Spumante:
Italienische Bezeichnung für Sekt und Schaumwein.

Steinfeder:
Leichter Wein aus der Wachau, der Name kommt von einem feinen Gras, das in der Wachau wächst.

Struktur:
fasst vor allem den Alkohol-, Säure- und Tanningehalt zusammen, wenn sie dem Wein ein „Gerüst“ geben.

Tannine:
Synonym für Gerbstoffe. Sie tragen zur Struktur bei und dürfen im Gesamtgeschmackseindruck des Weins in der Regel nicht fehlen. Tannine stammen aus den festen Bestandteilen der Rotweintraube, aber bei Holzfasslagerung auch aus dem Holz. Die Vorstellung, Tannine trügen zur Haltbarkeit des Weins bei, gilt heute als überholt.

Textur:
Beschaffenheit und Zusammensetzung des Weines beim „Mundgefühl“

Trocken:
durchgegoren oder mit geringem Restzucker. Weine aus französischer, spanischer oder italienischer Erzeugung dürfen maximal 2 g Restsüße haben. Für deutsche Weine sind maximal 9 g (in Franken aber nur 4,5 g) erlaubt.

Trockenbeerenauslese:
Prädikat für einen Wein aus Deutschland oder Österreich, dessen Trauben am Weinstock eingetrocknet sind unter Einfluss der Edelfäule.

Verschneiden:
Mischung verschiedener Weine, in Deutschland meist bei billigen Weinen. Bei guten Weinen zur weiteren Qualitätssteigerung vorgenommen. Auch bei Weinen geringerer Qualität zur Relativierung einzelner Schwächen eingesetzt. In Frankreich als Coupage bekannt.

Vollmundig:
sagt man zu einem angenehmen, weichen Wein, der die Kehle gut hinunterrinnt.

Vorklären:
Abziehen des klaren Mostes vom sedimentierten Trub zwischen Pressung und Gärung. Begünstigt langsame Vergärung und Reintönigkeit.

Weinstraße Niederösterreich